MUNGA Interessengemeinschaft

H – Kennzeichen

H-Kennzeichen

Am 4. Juli 1997 beschloss der Bundesrat die Einführung eines speziellen Oldtimer-kennzeichens, das „H-Kennzeichen“ Damit wurden in Deutschland Oldtimer erstmalig „amtlich“. definiert.

Seinerzeit hatte der TÜV Süddeutschland in Verbindung mit der DEUVET einen Anforderungskatalog für die erforderliche Begutachtung von historischen Fahrzeugen im Rahmen des § 21 e StVZO entwickelt. Die Kriterien für die Zulassung als Oldtimer wurden bundesweit sehr unterschiedlich angewandt, so dass es völlig konträre Anwendungsmodalitäten gab. Oftmals werden Abweichungen vom Originalzustand geduldet, insoweit sie bereits als zeitgenössische Umbauten vor 30 Jahren oder früher anzutreffen waren.

Änderungen

Seit 1997 gab es eine Vielzahl von Änderungen im Anforderungskatalog und in der täglichen Praxis. Das H-Kennzeichen wurde beispielhaft nicht erteilt, wenn erkennbar deutlich jüngere Komponenten eingebaut wurden, so zum Beispiel ein deutlich jüngerer Motor, ein Überrollbügel, eine außergewöhnliche Farbe. Bundesweit kam der einzelne Prüfer zu völlig konträren Negativkriterien.  So wurde schlecht gepflegten Fahrzeugen oftmals der H-Status verweigert. Das Fahrzeug sollte in einem Zustand sein, der nicht schlechter als „3“ ist, also ein gebrauchter Zustand mit unter Umständen auch kleineren Mängel, jedoch vollständig und fahrbereit und keinerlei Durchrostungen aufweisen. Zum 1. November 2011 wurden die Kriterien verändert. Nunmehr haben die Prüforganisationen einen größeren Ermessensspielraum.

Vorteile

Nachteile

Kennzeichen:

Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr
(Fahrzeug-Zulassungsverordnung - FZV)

§ 9 Besondere Kennzeichen

(1)   Auf Antrag wird für ein Fahrzeug, für das ein Gutachten nach § 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung vorliegt, ein Oldtimerkennzeichen zugeteilt. Dieses Kennzeichen besteht aus einem Unterscheidungszeichen und einer Erkennungsnummer nach § 8 Absatz 1. Es wird als Oldtimerkennzeichen durch den Kennbuchstaben "H" hinter der Erkennungsnummer ausgewiesen.

§ 8 Zuteilung von Kennzeichen

(1)   Die amtliche Zulassungsbehörde teilt dem Fahrzeug ein Kennzeichen zu, um eine Identifizierung des Halters zu ermöglichen. Das Kennzeichen besteht aus einem Unterscheidungszeichen (ein bis drei Buchstaben) für den Verwaltungsbezirk, in dem das Fahrzeug zugelassen ist, und einer auf das einzelne Fahrzeug bezogenen Erkennungsnummer. Die Zeichenkombination der Erkennungsnummer sowie die Kombination aus Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummer dürfen nicht gegen die guten Sitten verstoßen. Die Erkennungsnummer bestimmt sich nach Anlage 2. Begrenzt wird das Unterscheidungskennzeichen durch maximal 7 Zeichen sowie dem nachfolgenden „H“.

Voraussetzungen

§ 2 Begriffsbestimmungen im Sinne dieser Verordnung sind:

(22)       Oldtimer: Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind, weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungszustand sind und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen

Sollten sich in der Praxis Probleme bei der Zulassung ergeben, wären wir für eine Information dankbar.

           

                    

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Versionsstand 18. August 2016